Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

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Nemo
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Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

#1

Beitrag von Nemo » Mo 1. Mai 2017, 14:53

Vorbemerkungen:
  • Auch geübte Anwender sollten die zu manipulierende Platte vor den nachfolgend beschriebenen Schritten komplett sichern.
  • Es empfiehlt sich, einen Festplattenmanager auf einem bootfähigen Medium für alle Fälle bereitzuhalten.
    Bei mir sind das Paragon Partition Manager Pro v15 (auf der Basis von WinPE) und auch Parted Magic (auf Linux-Basis).
  • Die angeführten Befehle sind als Administrator auszuführen
  • Nachfolgend beschreibe ich die nötigen Schritte, die bei mir mit einer Ausnahme zum Erfolg führten. Jedoch übernehme ich keine Garantien, dass es auch auf anderen Systemen so klappt wie gewünscht und dass das jeweilige System nicht unreparierbar zerlegt wird.

1. Situation nach dem Upgrade von Threshold 2 auf Redstone 1

Normalerweise partitioniere ich meinen Datenträger 0 in
  • Systempartition (500 ... 1024 MB), die auch die Dateien für die Wiederherstellungsumgebung (WinRE.wim und andere) enthält.
    Das praktiziere ich auch für Win 7 und 8.1 im Hinblick auf ein späteres Win 10 auf derselben Maschine.
  • Startpartition C: (131.072 MB = 128 GB)
  • Datenpartition D: (restliche GB)
Bereits nach dem Upgrade von v1511 auf v1607 hatte ich zu beklagen, dass mir auf mehreren Rechnern eine versteckte Wiederherstellungspartition von bis zu 806 MB zu Lasten von C: untergejubelt wurde. Das war für mich ein Ärgernis, als die Systempartition (500 MB oder bei mir auch mehr bis 1024 MB) mit knapp 20 MB Füllstand vor sich hindümpelte.
Bild Bild Bild

Über die Datenträgerverwaltung kann man normalerweise Partitionen ohne Laufwerksbuchstaben einem leeren NTFS-Ordner (z.B. C:\!#MOUNT\!#HD01) zuordnen, um die Inhalte dadurch in ordentlichen Dateimanagern (wie z. B. dem Total Commander) ansehen zu können.
(Alternativ wäre das auch mit dem Befehl mountvol möglich.)
Den Explorer muss man in diesem Fall so einstellen, dass er auch versteckte und Systemdatein anzeigt.
Diesmal musste ich jedoch die dritte Partition auf der ersten Platte (0!) mit Diskpart.exe erst sichtbar machen, bevor ich sie mit dem Festplattenmanager dem Ordner C:\!#MOUNT\!#HD03 zuordnen und dann auch einsehen konnte.
Diskpartbefehle zum Sichtbarmachen (unhide) und auch Verstecken (hide) der Partition 3 : Zeige Spoiler
  • Skript HD03_UNHIDE.TXT mit set ID=07 override

    Code: Alles auswählen

    rem   Partition 3 auf erster Platte (HD0 !) sichtbar machen
    rem   Aufruf DISKPART.exe /s HD03_UNHIDE.TXT
    
    list disk
    select disk 0
    list partition
    select partition 3
    set ID=07 override
    exit
  • Mit set ID=27 override kann man das wieder rückgängig machen: Skript HD03_HIDE.TXT

    Code: Alles auswählen

    rem   Partition 3 auf erster Platte (HD0 !) verstecken
    rem   Aufruf DISKPART.exe /s HD03_HIDE.TXT
     
    list disk
    select disk 0
    list partition
    select partition 3
    set ID=27 override
    exit
    
Das sah dann zunächst so aus:
  • Eine leere Datei C:\$WINRE_BACKUP_PARTITION.MARKER
  • Systempartition (HD01) mit dem Inhalt : Zeige Spoiler

    Code: Alles auswählen

    <!#HD01>\.
    |   bootmgr
    |   BOOTNXT
    |   BOOTSECT.BAK
    |   
    +---$RECYCLE.BIN
    +---Boot
    |   |   BCD
    |   |   BCD.LOG1
    |   |   BCD.LOG2
    |   |   BOOTSTAT.DAT
    |   |   bootvhd.dll
    |   |   memtest.exe
    |   |   
    |   +---de-DE
    |   |       bootmgr.exe.mui
    |   |       memtest.exe.mui
    |   |       
    |   +---(div. andere Sprachen)
    |   |       bootmgr.exe.mui
    |   |       memtest.exe.mui
    |   |       
    |   +---Fonts
    |   |       chs_boot.ttf
    |   |       ...
    |   |       wgl4_boot.ttf
    |   |       
    |   \---Resources
    |       |   bootres.dll
    |       |   
    |       \---de-DE
    |               bootres.dll.mui
    |               
    +---Recovery
    |   +---Logs
    |   \---WindowsRE	| leer nach Upgrade v1511 --> v1607 
    |           boot.sdi	| fehlt nach Upgrade v1511 --> v1607
    |           ReAgent.xml	| fehlt nach Upgrade v1511 --> v1607
    |           Winre.wim	| fehlt nach Upgrade v1511 --> v1607
    |           
    \---System Volume Information
    
  • Wiederherstellungspartition (HD03) mit dem Inhalt : Zeige Spoiler

    Code: Alles auswählen

    <!#HD03>\.
    |   
    +---$RECYCLE.BIN
    +---Recovery
    |   \---WindowsRE			
    |           boot.sdi			
    |           ReAgent.xml			
    |           Winre.wim			
    |           
    \---System Volume Information
    
  • Nach dem Aufruf des Befehls "REAGENTC.EXE /info" wurde mir für die Wiederherstellungsumgebung die Partition 3 als aktiv angezeigt : Zeige Spoiler

    Code: Alles auswählen

    Konfigurationsinformationen zur Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) und zur Systemwiederherstellung:
        WinRE-Status:                          Enabled
        WinRE-Ort:                             \\?\GLOBALROOT\device\harddisk0\partition3\Recovery\WindowsRE
        Startkonfigurationsdaten-ID:           62862c5d-7feb-11e6-b71e-b56d30777067
        Ort des Wiederherstellungsimages:      
        Index des Wiederherstellungsimages:    0
        Ort des benutzerdefinierten Images:    
        Index des benutzerdefinierten Images:  0
    
Vor dem Verlagern der Wiederherstellungsumgebung und dem Löschen der Recoverypartition zugunsten von C: habe ich mich erst einmal an ein Upgrade auf die derzeit neueste Version von Windows 10 gemacht.



2. Und weiter vom Anniversary Update (Redstone 1 / v1607) zum Creators Update (Redstone 2 / v1703)

Sechs Maschinen mit den 64-Bit-Versionen habe ich jetzt per InPlace-Upgrade von v1607 auf v1703 gehievt.
  • Inhalt der ISO nach D:\I\OS\WIN10GEWX64 kopiert.
    (In einigen Fällen waren die letzten Patches (FP und 15063.138) bereits in die Install.WIM integriert;
    KEIN Verzeichnis sources\$OEM$ !)
  • Mit dem Aufruf von D:\I\OS\WIN10GEWX64\setup.exe /auto upgrade den Rechner beschäftigt
  • Nach mehrfachem Durchstarten war die neue Version nach einer guten halben Stunde installiert
Es war aber auffällig, dass trotz ähnlicher Ausgangskonstellation die Wiederherstellungsumgebungen unterschiedlich von REAGENTC.EXE /info ausgewiesen wurden.
  • WinRE-Ort: \\?\GLOBALROOT\device\harddisk0\partition1\Recovery\WindowsRE (d.h. wieder in der Systempartition!)
  • WinRE-Ort: \\?\GLOBALROOT\device\harddisk0\partition2\Recovery\WindowsRE (d.h. auf C:\Recovery\WindowsRE !)
  • Hier nur nachrichtlich Lenovo X1 Yoga (UEFI!) mit seinerzeit vorinstalliertem Win10 v1511 und späterem Upgrade auf v1607; C: verkleinert, um D: für Daten einzurichten:
    WinRE-Ort: \\?\GLOBALROOT\device\harddisk0\partition5\Recovery\WindowsRE (unverändert belassen)


3. Verlagern der Wiederherstellungsumgebung

Mein Ziel war es, den Fokus für die Wiederherstellungsumgebung wieder auf <HD01>\Recovery\WindowsRE - also in die Systempartition zu verlagern, um den Platz für die beim früheren Upgrade angelegte zusätzliche Partition wieder für die Windows-Startpartition bereitstellen zu können.
Dazu waren folgende Schritte nötig:
  1. Kopieren aller Dateien aus dem per reagentc /info ermittelten <WinRE-Ort> nach <HD01>\Recovery\WinRE. Es handelt sich um
    • boot.sdi
    • ReAgent.xml
    • Winre.wim
  2. Mit dem Befehl REAGENTC.EXE /disable wird der Fokus auf die Wiederherstellungsumgebung gelöscht
  3. Nachdem die nötigen Dateien bereits an Ort und Stelle sind, kann man den gewünschten Fokus - in diesem Fall auf die Systempartition - einstellen. Wichtig für das Gelingen des nachfolgenden Befehls ist, dass die Ordner Recovery und auch WinRE nicht schreibgeschützt sind.

    Code: Alles auswählen

    REAGENTC.EXE /setreimage /path \\?\GLOBALROOT\device\harddisk0\partition1\Recovery\WindowsRE /logpath \\?\GLOBALROOT\device\harddisk0\partition1\Recovery\Logs\Reagent.log
  4. Mit dem Befehl REAGENTC.EXE /enable wird der Fokus auf die Wiederherstellungsumgebung wieder gesetzt.
  5. Erfolg überprüfen mit REAGENTC.EXE /info.
  6. Löschen der nicht mehr verwendeten Wiederherstellungspartition mit anschließendem Neustart und
  7. anschließendem Vergrößern von C: auf die urspüngliche Größe mit Bordmitteln
Et voilà: Jetzt sieht die Platte wieder aufgeräumt aus:
Bild
Zwischenzeitlich behobener Fehlschlag auf einem Rechner : Zeige Spoiler
Von einer Ausnahme habe ich leider zu berichten:
Auf meinem Thinkpad X220 wurden zwar alle genannten Befehle als erfolgreich ausgeführt vermeldet, jedoch verblieb die Wiederherstellungsumgebung trotzdem auf C:\Recovery\WinRE. Daher konnte ich es ohne Risiko trotzdem wagen, die seinerzeit erstellte zusätzliche Wiederherstellungspartition mit Bordmitteln zu löschen.
Mein Verdacht: Windows gibt sich nicht mehr mit einer Systempartition von 500 MB zufrieden, wenn darin auch die WinRE Platz haben soll. Vergeiche meinen weiteren Erfahrungsbericht.


4. Erfahrungen und Maßnahmen nach dem Upgrade aufs Fall Creators Update

Nach dem InPlace-Upgrade auf Win10/v1709 (Fall Creators Update) wurde mir wieder eine Wiederherstellungspartition von über 800 MB zwischen den Partitionen C: und D: beschert. In mehreren Schritten -- ähnlich dem unter Abschnitt 3. (Verlagern der Wiederherstellungsumgebung) beschriebenen Procedere -- konnte ich WinRE.wim & Co in eine neue Partition von 1024 MB verlegen, die ich am Schluss der Platte zu Lasten von D: ohne Laufwerksbuchstaben mit Bordmitteln anlegte.
Das Scheitern früherer Versuche führe ich jetzt darauf zurück, dass die Ordner Recovery und WinRE schreibgeschützt waren.

Bild

    5. Empfehlungen zur Partitionierung (Windows und Daten separat) bei Neu-Installationen
    ===== Inhalt wurde in separaten Thread ausgelagert =====
    5a. Partitionierung für Rechner mit Legacy-BIOS (Inhalt ausgelagert)
    5b. Partitionierung für Rechner mit UEFI/GPT (Inhalt ausgelagert)


    Viel Erfolg beim Aufräumen
    wünscht Nemo.
    Beachtet aber bitte die eingangs genannten Vorsichtsmaßnahmen und auch meinen Haftungsausschluss
    Zuletzt geändert von Nemo am Fr 14. Sep 2018, 20:30, insgesamt 31-mal geändert.

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    Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

    #2

    Beitrag von Unantastbar » Do 4. Mai 2017, 18:21

    Hallo Nemo,

    erstmal Vielen Lieben Dank für deine klasse Anleitung. :thumbup:

    Ich habe einen bekannten, bei dem sieht es ähnlich aus, sowie es bei dir der Fall war. Jedoch traut er sich nicht es zu machen.
    Nemo hat geschrieben:
    Mo 1. Mai 2017, 14:53
    Jedoch übernehme ich keine Garantien, dass es auch auf anderen Systemen so klappt wie gewünscht und dass das jeweilige System nicht unreparierbar zerlegt wird.
    Aus diesem Grund traut er sich nicht. Daher werde ich es zum Wochenende machen.
    Vorher selbstverständlich alle wichtigen Daten sichern und dann gehts los.
    Drück mir die Daumen das ich es ohne Komplikationen hinbekomme. :)
    Gruß, Sven

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    Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

    #3

    Beitrag von Nemo » Sa 6. Mai 2017, 11:15

    Unantastbar hat geschrieben:
    Do 4. Mai 2017, 18:21
    ... Drück mir die Daumen das ich es ohne Komplikationen hinbekomme. :) ...
    Ein Tipp noch für den Fall, dass es sich um einen Rechner mit UEFI/GPT handelt:
    In der grafischen Festplattenverwaltung wird gerne eine Microsoft® Reserved-Partition (MSR-Partition) von 16 MB unterschlagen.
    Vergewissere Dich am besten mit Diskpart.exe über die Anzahl, Größe und Lage aller Partitionen.

    Gruß, Nemo

    PS: Daumen sind gedrückt!

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    Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

    #4

    Beitrag von Unantastbar » So 7. Mai 2017, 08:59

    Er möchte es nun doch selber versuchen. Ich sage mir, na warum nicht. TRAU DICH.
    So schlimm wird es schon nicht werden. Alle wichtige Daten haben wir ja gestern gesichert. (ca. 6 TB) Ich bin auf die Rückmeldung gespannt.
    Gruß, Sven

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    Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

    #5

    Beitrag von Nemo » So 7. Mai 2017, 10:11

    Hier noch ein Erfahrungsbericht,
    nachdem ich gestern meinem Bruder das Händchen bei einem zweiten Laptop (Acer TM7730 mit Dual-Core, HDD 160 GB, Legacy-BIOS) per Teamviewer geführt habe.
    1. Partitionen nach früherem Upgrade von v1511 auf v1607 (x64):
      • System mit 500 MB
      • Startpartition <128 GB
      • Wiederherstellung 450 MB (mit WinRE.wim)
      • D: mit ~30 GB
    2. Upgrade von v1607 auf 1703 und die Partitionsaufteilung danach:
      • System mit 500 MB
      • Startpartition <128 GB
      • Wiederherstellung jetzt 805 MB (mit WinRE.wim von ~450 MB)
      • D: mit ~30 GB
    3. Procedere aus dem ersten Beitrag abgearbeitet mit der Vorgabe, WinRE wieder auf die Systempartition zu fokussieren. Windows lässt sich davon nicht beeindrucken und verlegt WinRE nach C:\Recovery\WinRE!
      • Die Wiederherstellungspartition konnte danch trotzdem mit Bordmitteln wieder C: zugeschlagen werden.
      Fazit:
      MIr drängt sich der Verdacht auf, dass Windows sich in dieser Situation nicht mehr mit einer Systempartition von 500 MB zufriedengibt.
      Denn: Alle Rechner, denen ich mit Hilfe eines separaten Festplattenmanagers vor der Installation bspw. eine Systempartition von 1 GB verpasst hatte, ließen sich anstandslos überreden, darin auch später wieder die Wiederherstellungsumgebung unterzubringen.
      Den Eingangsbeitrag habe ich um diese Erkenntnis ergänzt.

      Ich habe daruf verzichtet, die Systempartition zu Lasten von C: zu vergrößern und alles noch einmal zu versuchen.
      Das Risiko war mir aus der Ferne zu groß, obwohl hier noch keine Konstellation mit UEFI/GPT vorlag.

      Ich verhehle nicht, das ich ein gewisses Bauchgrimmen mit einer Wiederherstellungsumgebung in C:\Recovery\WinRE habe. Wenn das Dateisystem auf C: mal einen Schlag hat und das Starten von Windows verhindert, so ist möglicherweise auch ein Starten der Wiederherstellungsumgebung nicht mehr möglich.
      Dann ist hoffentlich ein ordentliches Installationsmedium zur Hand.

      Gruß, Nemo

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      Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

      #6

      Beitrag von panex » Di 9. Mai 2017, 23:37

      Hallo Nemo, (und unantastbar)
      Danke für Deine tolle Beschreibung. Ich verfolge seit Jahren hochachtungsvoll und dankbar Deine/Eure unermüdlichen Posts und die der 5-6 anderen regelmässigen Mitschreiter **) in dem Forum (und im Vorgänger win-lite..). Ein ganz herzliches Dankeschön mal an dieser Stelle :thumbup: :) !!
      Vor allem Windows-Slipstreamen habe ich hier gelernt.

      Nun zu diesem Post:
      Ich glaube daß der entscheidende Satz im MS-Link ist:
      https://msdn.microsoft.com/de-de/librar ... 85%29.aspx
      MSR- = Wiederherstellungstoolpartition: "....Sie sollten diese Partition direkt hinter der Windows-Partition platzieren. Dadurch kann Windows die Partition zu einem späteren Zeitpunkt ändern und erneut erstellen, wenn für künftige Updates ein größeres Wiederherstellungsimage erforderlich ist."
      Ich bin gerade dabei ein HP zBook15 (Laptop-Workstation) mit 1703 neu aufzusetzen. Eigentlich wollte ich obiges auch ausführen, da ich als Techniker (Dipl-Ing) auch immer "Ordnung" haben will. Vor allem beim [Partition klonen/backupen] sind weniger Partitionen angenehmer.
      Anderseits werden sich die MS-Jungs viell. doch ein bisschen was dabei denken, wenn sie eine gesonderte Partion machen...?
      Ganz blöd wäre es nämlich dann, wenn die zB 1024MB-EFI-System-Partition mit beinhalteter RE (ich meine obigen Vorschlag) für eine etwaige neue RE zu klein werden würde und am HDD-/SSD-Anfang sitz, wo nix vergrößert werden kann. - Dann müßte man das ganze Windows "nach hinten" schieben. Das dauert ewig...
      (PS: Witzlos wäre das ganze natürlich auch, wenn die RE zwar hinter dem 1.OS sitzt, aber -so wie ich vor habe- eine 2. OS-Partition (Unix) anschließt. Dann könnte ja das Windows seine eigenen RE auch nicht vergrößern...!?
      Mein Ziel:
      > Ich will eigentlich nur eine SSD, mit 3x OS (=2x Windows + 1xUnix) [d.h. noch ohne virtuelle Maschinen, sondern echte Installs].
      > Ich bin nach-wie-vor etwas unschlüssig Obiges durch zu führen, tendiere aber -wegen meinem zitierten MS-Satz- fast doch eher dazu, es im Std. zu belassen.
      Was sagst Du/Ihr dazu?
      beste Grüße
      Panex

      **) PS: Ich warte schon mehre Monate auf ein Update/Lebenszeichen von Dimpel ;) :
      http://www.win-unattended.de/viewtopic.php?f=13&t=194
      Hoffentlich hat er "nur" keine Lust mehr, und ist nicht "schwer erkrankt" o.Ä., nachdem er sich schon seit Okt. nicht mehr gemeldet hat, davor aber jahrelang unermüdlich Serebys-AIO zwischen-upgedatet hat...
      Zuletzt geändert von panex am Fr 12. Mai 2017, 01:48, insgesamt 1-mal geändert.

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      Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

      #7

      Beitrag von panex » Mi 10. Mai 2017, 00:02

      Übrigens finde ich diesen Thread echt gut, zumal man über die Windows-Install-Partitionen im Internet gar nicht sooo viel (hilfreiches) findet. Am besten war noch obiger MS-Link und die Sub-Pages, die ich schon kannte. Ich benötige es vor allem vor dem Hintergrund, möglichst "einfacher Backups/Klonen, ohne "10 Partitionen" klonen/backupen zu müssen.

      Und noch was: Ob, wann und wozu das Win10 die 16MB-MSR-Partition benötigt, habe ich überhaupt noch nicht -detailliert beschrieben- gefunden.
      Am besten ist noch -auch hier- obiger MS-Link. Hilft ein bisschen mit "Fügen Sie jedem GPT-Treiber eine MSR-Partition zwecks Unterstützung mit der Partitionsverwaltung hinzu...."
      Meine Gedanken dazu: Was ist ein GPT-Treiber? Kenn ich nicht. Ich habe keine NVME-m.2-SSD, wo ich für die Schnittstelle einen Treiber benötigen würde...!? Mein BioS kann GPT. Auch ohne gesonderten Treiber... !?
      Grüße
      Panex

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      Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

      #8

      Beitrag von Nemo » Mi 10. Mai 2017, 00:27

      Willkommen hier im Forum, Panex!

      Der erste Absatz ging ja runter wie Öl! :D

      Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich nicht die allerneueste HW besitze und auch bei den Geräten, die schon mit UEFI umgehen könnten (DELL T3600, Lenovo T520 und X220), darauf verzichtet habe und stattdessen noch das altertümliche BIOS vorgewählt habe.
      Lediglich beim X1 Yoga (UEFI/GPT) meines Sohnes habe ich die Konstellation wie empfohlen vorgefunden. Allerdings habe ich erst einmal C: so weit verkleinert, wie es ging, um ordentlich Platz für D: zu schaffen.

      Ich habe mich lediglich darüber geärgert, dass MS die Systempartition von zunächst 100 MB (Win7) über 350 MB (Win8) bei Win10 auf 500 MB aufgeblasen hat ... und dann der WinRE zu Lasten von C: eine eigene Partition zu Lasten der häufig zu klein dimensionierten C: spendiert hat, obwohl die WinRE.WIM&Co in 500 MB locker Platz hätten.

      Für spätere Rechner, bei denen ich einen Vorteil für UEFI/GPT sehe, ist der Link mit den Empfehlungen für Partitionen sehr hilfreich. :thumbup:

      Gruß, Nemo

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      Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

      #9

      Beitrag von panex » Mi 10. Mai 2017, 22:56

      Hallo Nemo,
      [Danke für die schnelle Antwort - gestern war's mir leider schon zu spät zum Antworten..]
      Zu den Partitionen kann ich Dir nur sagen: Ein neu aufgesetztes Win10 1607 oder 1703 erstellt automatisch auf einer unpartitionierten Install-HDD/SSD (Rohzustand) im UEFI-Modus folgende Partitionen (der Reihe nach):
      >> 450MB...WinRE
      >> 100MB...EFI-Systempartion
      >> 16MB....MSR => ist nur eine Vermutung, da ich Sie mit dem Windows-Datenträgerverw. nicht sehe
      >> REST (zB ca.200GB)....Win10-OS
      = genau wie hier abgebildet nur mit anderen MB-Größen, da der Artikel für Win7 galt:
      https://technet.microsoft.com/de-de/lib ... 10%29.aspx
      ------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Was sagst Du aber zum MS-Satz in meinem letztenPost? Kannst Du meine Befürchtung nachvollziehen, oder hast Du Erfahrung mit etwaiger "WinRE-Vergrößerung" (wie im zitierten MS-Satz) die meine Befürchtung "ad-ab-surdum" führt?
      Siehst Du mit einer 1024MB-EFI-Systempartition_MIT_WinRE eine späteres Risiko, das wieder irgend ein Update oder Win-Selbst-Reparatur nicht klappt.
      (Ich meine: Nachdem Du den MS-Link oben gelesen hast...) Ursprünglich hast Du natürlich vermutlich kein Risiko gesehn, sonst hättest Du's bei Dir ja nicht gemacht ;-).

      Ich bin immer noch etwas unschlüssig, was ich machen soll. Am Freitag will ich mit Install beginnen. Da muß ich mich entschieden haben. (Ich würde das nur sofort nach Win10-Install machen..)
      viele Grüße
      Panex

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      Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

      #10

      Beitrag von Nemo » Do 11. Mai 2017, 01:04

      Hallo Panex,

      Meine eigenen Erfahrungen beziehen sich nur auf Non-EFI-Rechner.
      Wie die Entwicklung seit Win7 zeigt, wird der Platzbedarf für das RE (mit WinRE.wim & Co) immer größer. Daher bin ich bei meinen eigenen Rechnern auch schon auf 1 GB (=1.024 MB) gegangen. Das habe ich bislang auch nur mit dem Paragon Festplattenmanger vorformatieren können, da Win10 über die grafische Oberfläche das selbst nicht so vorsieht.

      Versuche, Dir mit Diskpart.exe einen genauen Überblick über die einzelnen Partitionen zu verschaffen. Über die GUI der Datenträgerverwaltung kommst Du nicht an alle Details heran und kannst vor allen Dingen versteckte Partitionen nicht einsehen.

      Eine andere Möglichkeit wäre es, am Beginn der Installation mit Shift-F10 auf die Kommandozeile zu wechseln und von dort aus die gewünschten Partitionen lt. Skript-Muster in der verlinkten Seite anzulegen, um Windows später auf die richtige Partition zu bugsieren.
      Was ich an dem Musterskript von MS nicht nachvollziehen kann: Warum werden Laufwerksbuchstaben vergeben?

      Wie Du in meinem EIngangsbeitrag gesehen hast, habe ich die unliebsame Partition erst dann gelöscht, wenn ich sicher war, dass mir REAGENT.exe /info auf die richtige WinRE.wim wies.

      Berichte mal, ob es so klappt; ich lerne auch gerne dazu.

      Gruß, Nemo

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      Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

      #11

      Beitrag von Nemo » Do 11. Mai 2017, 19:04

      Versuch macht kluch - auch wenn er nicht erfolgreich war

      Ziel:
      Windows 10 installieren auf der Basis der von @Panex ausgegrabenen Beschreibungen mit flexiblen Wiederherstellungsumgebungen Beide Beschreibungen sind wohl eher noch auf Win7 und dessen Ressourcenbedarf ausgerichtet.
      Meine Vorstellungen zum Trennen der Daten und des Betriebssystems mit den Programmen in eigene Partitionen sind darin gar nicht berücksichtigt.


      Vorbereitungen:
      • Mein Sohn hatte mir vor einigen Tagen ein Thinkpad T520 zum Aufräumen und Aktualisieren hingestellt und noch nicht wieder eingesammelt. In das habe ich jetzt eine eigene SSD mit 512 GB zum Testen eingebaut und im BIOS von Legacy-Boot auf UEFI-Boot umgestellt.
      • Mein aktuelles Installationsmedium (Win10 v1703 Enterprise Eval) befindet sich als ISO auf einer SSD im USB3-Gehäuse ZALMAN ZM-300VE. Mit einem Rändelrad am Gehäuse habe ich es so eingestellt, dass es für den Rechner als USB-DVD/-BD erscheint.
      • Zu meiner AiO-ISO:
        • Startmenü wie mit Win10-MCT-AiO zum Verzweigen in x64- und x86-Installation und auch div. Tools.
        • Jeder Zweig mit Ordnern sources\$OEM$, aus dem heraus auch später eine Verzeichnisstruktur für D: gefüllt werden soll
        • Im Rootverzeichnis der Win10-ISO habe ich eine #UEFIGPT.TXT hinterlegt:

          Code: Alles auswählen

          select disk 0
          clean
          convert gpt
          
          create partition efi size=100
          format quick fs=fat32 label="EFI"
          
          create partition msr size=16
          
          create partition primary size=131072
          format quick fs=ntfs label="Windows"
          
          create partition primary
          format quick fs=ntfs label="Data"
          shrink minimum=1024
          
          create partition primary
          format quick fs=ntfs label="Recovery"
          set id="de94bba4-06d1-4d40-a16a-bfd50179d6ac"
          gpt attributes=0x8000000000000001
          list volume
          exit
      Ablauf:
      • Nachdem ich nur mit Mühen dahinkam, dass von der "USB-BD" überhaupt gebootet werden konnte, verzweigte ich am Anfang der Installation mit Shift-F10 auf die Kommandozeile und rief von dort Diskpart.exe /s #UEFIGPT.TXT auf und erhielt wunschgemäß folgende Partitionen
        • HD01 - "EFI" mit 100 MB in FAT-32
        • HD02 - "MSR" mit 16 MB
        • HD03 - "Windows" mit 131.072 MB (=128 GB) in NTFS
        • HD04 - "Data" mit Rest-1024 MB in NTFS
        • HD05 - "Recovery" mit 1024 MB in NTFS
      • Als es danach darum ging, Windows in die Partition HD03 zu installieren, wurde mir dieses verweigert mit der Begründung, es sei keine GPT-Partition.
        Bewertung:
        Nachdem ich beim Legacy-Boot mit dem genannten Medium normalerweise nur Probleme mit dem fummeligen Rändelrad zum Auswählen der ISO und dem Einstellen auf exklusiven DVD-Modus habe, ließ sich jetzt die "DVD/BD" nur dann zur Installation starten, wenn ich im "BIOS" einen Mischbetrieb mit Vorrang für UEFI einstellte.
        Da der Rechner 2011 produziert wurde, hatten die Entwickler möglicherweise die Materie noch weniger im Griff als heute.

        Wer noch Ideen hat, wie man das Vorhaben doch noch zum Laufen bekommt, darf sich hier gerne einbringen.

        Gruß Nemo

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #12

        Beitrag von panex » Fr 12. Mai 2017, 01:19

        Hallo Nemo,

        Zu Deinem Post #10:
        Interessant, daß das die Install-vorbereitung mit dem Paragon Festplattenmanger grafisch gehen würde.
        Ich hätte es mit der "Shift-F10" und "diskpart" gemacht und Befehle manuell eingetippt bzw. mit *.txt, so wie in Deinem Post #11 bzw. von MS beschrieben. Warum MS in dem *txt da Laufwerksbuchstaben zuordnet, verstehe ich auch nicht.

        Ja klar wenn ich es durchführe, sag ich natürlich gerne bescheid, ob's geklappt hat.
        Ich bin mir aber eben wegen dem MS-Satz in meinem Post #6, unsicher ob es überhaupt Sinn macht - d.h. um nicht bei einem späteren Win-Update/-Upgrade oder einer etwaigen Windows-Reparatur mit der Win-RE in sehr unangenehme Probleme zu kommen.
        Meine Ziel ist das ich Win10 jetzt 1x aufsetze und das nächste mal erst in 2-3 Jahren wieder....
        Deshalb hab ich eben definitv kein Interesse daran, daß ich -dadurch daß ich bei der Install selbst was geändert/verbogen hab- später in sehr unangenehme Probleme laufe, weil Windows andere Voraussetzungen "annimmt" als Vorhanden sind.
        Ich habe solche Fehler schon mehrmals bei Slip-stream-Installs (damals noch WinXP) gemacht, wo sich dann zB 9 Mon. nach [Rechner neu aufsetzen] heraus gestellt, daß sich -eben weil ich die Install verbogen hatte- ein Win-update "auf-biegen-und-brechen" nicht einspielen lies. (zB NET 3,5 update...) Ich hatte mich über mich selbst soooooo geärgert und mein lessons-learned daraus für mich selbst war: Verbiege nur das aller nötigste beim Slipstreamen (bzw. nur das, was man nach Install im Online-System wieder zurückändern kann), um nicht später bei etwaigen Windows Updates/Upgrades in grobe Probleme zu kommen, weil MS was anderes voraussetzt... Das beherzige ich jetzt... Desahlb bin ich sehr vorsichtig bei solchen Änderungen, die im Nachhinein nur eher mühsam wieder geändert werden können.
        -------------------------------------
        Zu Deinem Post #11:
        Danke für den tollen Post 11 / bzw. Deinen versuch!
        Das mit Deiner Test-SSD als USB bzw. Deinem "Rändelrad" hab ich nicht ganz verstanden, ist aber nicht so kriegs-entscheidend: Wenn Du ein Win10-UEFI installierst muß die *.iso zB mit dem Tool Rufus-portable*) auf den USB-Stick kopiert werden, wobei Du im Tool "UEFI-only" für die Stickerstellung einstellst.
        Zusätzlich muß im Bios vom Zielrechner vor dem Win-Install "UEFI-only" eingestellt werden.
        Dann installiert Win10 vom UEFI-USB-Stick aus problemlos automatisch den Zielrechener automatisch im/in den UEFI-Modus.
        Das dürfte bei Deiner Sonderkonstellation "SSD mit dem Rändelrad" viell. zu Problemen geführt haben...
        beste Grüße
        Panex
        *) Aber Achtung: Keinesfalls den Kopiervorgang unterbrechen/abbrechen. Vor 2 Mon. habe ich mir damit einen 64GB-USB3-ADATA-Stick (Typ: S102pro) definitiv und endgültig zerstört. Das habe ich davor noch nie "geschafft" !! Nicht mal das Adata-Hersteller-Reformat-Tool erkennt den Stick mehr. 10 andere Spezial-Tools auch nicht. Das war sehr ärgerlich....

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #13

        Beitrag von Nemo » Fr 12. Mai 2017, 16:00

        Zur Info, falls über #11 nicht ganz rübergekommen:
        • Die ISOs wurden mit Win Toolkit nach dem Integrieren von Treibern und den aktuellen Patches erstellt. Die LS-Inis stelle ich bei Bedarf gerne bereit.
        • Das genannte USB-Gehäuse von ZALMAN mit der eingebauten SSD dient als Installationsdatenträger. Es kann, je nach EInstellung per Rändelrad, in verschiedenen Modi betrieben werden
          • HDD-Modus: Das Teil verhält sich sich wie ein externes USB-Festplatten-Laufwerk
          • ODD-Modus: Das Teil verhält sich sich wie ein externes USB-CD-/-DVD-/-BD-Laufwerk und stellt aus dem internen Ordner .iso eines der bis zu 32 enthaltenen ISOs bereit; die Einstellung benutze ich zum Installieren und auch für eigenständige bootfähige Tools, wie Parted Magic, Acronis ...
          • Dual-Modus (ODD + HDD): Das Teil stellt ein optisches UND ein Festplattenlaufwerk bereit
          Damit umgehe ich die durch das FAT32-Dateisystem vorgegebenen Probleme mit (WIM-)Dateien, die 4 GB und größer sind.
          Der Gebrauch wird in einem 6-Minuten-Video gezeigt und auch beschrieben:
          ... It can boot EFI images no problem, so you can boot windows 8 images without changing the UEFI settings, and can boot Parted Magic on Macs to do quick HDD testing, and install OSX. This is a huge advantage over multi-boot flash drives that usually use GRUB loaders.
        Eine ähnliche Methode, wie sie wohl auch Rufus verwendet, um das Fremdeln mit NTFS zu umgehen, habe ich aus einer c't ausgegraben; hier allerdings mit Windows-Bordmitteln realisiert.

        Deine Vorbehalte bezüglich Modifikationen verstehe ich. Die Gefahr, sich selbst ins Knie zu schießen, sehe ich aber am ehesten darin, Dienste und Komponenten aus dem Medium zu entfernen. Das mache ich bewusst nicht.

        Wenn ich sehe, welche opulenten Einstellungen aktuelle UEFIs bieten, dann kommen mir die Möglichkeiten beim sechs Jahre alten T520 mehr als rudimentär vor. An der Baustelle werde ich nicht weiter werkeln.
        Den ziemlich aktuellen X1 Yoga braucht mein Sohn selbst täglich.


        Gruß, Nemo

        Nachträge:
        Eben bin ich auf den Beitrag "HowTo/FAQ Multiboot-OS UEFI Windows und Linux parallel auf einem Laufwerk" von HisN@CB gestoßen, der auch einige nützliche Erkenntnisse vermittel könnte.
        Im weiteren Verlauf des Threads wird auf "UEFI-Windows-Setup vom USB-Stick" (c't Praxis-Tipp vom 20.07.2011) verwiesen.

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #14

        Beitrag von panex » Fr 12. Mai 2017, 19:01

        Hallo Nemo,
        Im Nachtrag: Top Links! :) Hezlichen Dank! Link1: Genau das werde ich dann benötigen. Aber jetzt muß ich mal Win installieren. Erst gaaaanz danach, wenn das 100% läuft will ich mich erst Linux (und Multiboot) widmen.
        Aber stimmt ja, ich habe auch vor nicht den Software-Multiboot-Bootloader (=von Windows) zu verwenden, sondern den von UEFI-Bios. Sprich: Bootmenü macht Bios, nicht UEFI-Systempartition von zB Win10... Deinen Link muß ich mir aber erst genau durchlesen. Hab ihn nur kurz überflogen.
        Wenn es was zu berichten gibt, werde ich berichten...
        beste Grüße
        Panex

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #15

        Beitrag von Nemo » Fr 12. Mai 2017, 21:43

        Genau deswegen konzipiere schon vor dem Installieren von Windows genau das Design der nötigen Partitionen!

        Gruß, Nemo

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #16

        Beitrag von panex » Sa 13. Mai 2017, 08:49

        Ah, ok - herzlichen Dank! Na dann arbeite ich mal die Links doch vor dem Win-Install durch.
        beste Grüße Panex

        Edit 09.50Uhr: Also Dein erster Link ist super!! :-) Vor allem beim Post #9 hab ich echt lachen müssen (wenn man es in der Chronologe liest - stimmt total :) !
        TOP Beschreibung wenn man mehrere OS (zB 2xWin+Linux) auf einer HDD/SSD installieren will (Danke an Nemo!):
        https://www.computerbase.de/forum/showt ... p=16649984
        :?: Frage :?: :
        A) Jetzt sollt man nur noch wissen, ob man wenn man auf einer SSD mit 3 (noch zu installierenden) OS's (Win10_primär + Win10-geklont + Unix) machen will, ob man dann für beide Win10 die selbe WinPE verwenden kann (also doch eine separate WinPE Partition als allererste Partition auf SSD = so wie es Win10_1703 im Std. anlegt) oder ob man -wie in Post#1 beschrieben- die WinPE in die Boot-Partition rein macht und dafür die EFI-Boot-Partition jeweils 1024MB groß macht?
        B) Und was ist mit der 16MB-MicrosoftReservedPartition (MSR). Wann benötigt Win10 diese? (Umsonst wird die Partition vom Setup vermutlich nicht angelegt werden...)!?
        Hat da jemand einen Hinweis für mich? Wäre toll!
        beste Grüße Panex

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #17

        Beitrag von Nemo » Sa 13. Mai 2017, 11:20

        Hallo Panex,

        mangels Testmöglichkeiten auf aktueller HW kann ich nicht mit Erfahrungen aufwarten. Das hindert mich aber nicht, meinen Senf dazuzugeben:
        • Zu A): Gefühlsmäßig rate ich von einer einzigen WinRE.WIM für beide Windosen ab. Solltest Du mal "spielen" wollen, so sind die beiden wahrscheinlich nicht gleich; außerdem gibt's in der Partition ja auch noch andere Dateien und Logs. Die solltest Du nicht vermengen.
        • Zu B): 16 MB sind nicht umsonst, aber angesichts ihrer Größe zu vernachlässigen.
        Und noch eine Extraportion:
        • Sorge dafür, dass jedes Windows jeweils komplett heruntergefahren wird, damit die Dateisysteme konsistent bleiben (Hibernation AUS mit dem Befehl powercfg -h off).
        Gruß, Nemo

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        #18

        Beitrag von panex » Sa 13. Mai 2017, 11:47

        Hallo Nemo,
        Ok, vielen Dank. Kann ich nachvollziehen. Na dann würden spätere endgültige Ziel-Partionen folgendermaßen werden (der Reihe nach):
        ZielPartitionierung : Zeige Spoiler
        1.) UEFI-Boot/System_Win10primär inkl verlegter RE laut Post#1....1024MB
        2.) MSR für primärWin10 ...16MB
        3.) Win10_primär...115GB
        4.) RE ....450MB ... wird aber nach Install in 1 rein verlegt und gelöscht.
        --------------------------------
        Win10_sekundär
        4.) späterer KLON von 1.
        5.) späterer KLON von 2.
        6.) späterer KLON von 3.
        --------------------------------
        Linux
        7.) UEFI-Boot/System_Linux ... xx MB?
        8.) Linux-Ableger ... ca. 45GB
        ------------------------------
        9.) Rest: ca.2GB HP_Tools für HP-Bios-Tools vom HP-Bios aus
        Summe: 238GB

        Jetzt brauch ich bald ein xls, daß ich da über die Größen den Überblick behalte... :mrgreen:
        Na wenn das mal gut geht und ich das zusammen bring...

        > Sorge dafür, dass jedes Windows jeweils komplett heruntergefahren wird...
        Klar danke - das war immer das Allererste, was ich imWin10 nach install verstellt hab.
        viele Grüße Panex
        Zuletzt geändert von panex am Di 16. Mai 2017, 23:24, insgesamt 1-mal geändert.

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        #19

        Beitrag von Nemo » Sa 13. Mai 2017, 12:14

        Zu Part. 9:
        • Ist die schon vorhanden?
        • Was ist darin enthalten?
        OT:
        Befürchtungen wegen des kürzlich entdeckten Keyloggers im HP-Tastaturtreiber?

        Gruß, Nemo

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        Re: Wiederherstellungsumgebung (RE) (zurück-)verlegen

        #20

        Beitrag von panex » Sa 13. Mai 2017, 12:27

        > Ist die schon vorhanden?
        > Was ist darin enthalten?

        Ja. ca. 100MB. Nix weltbewegendes:
        \Old_Bios\vxxx.bin (für Roll_Back)
        \Current_Bios\vxxx.bin für Update ohne USB-STick
        \Systemdiags\... zB für RAM-Test, MainBoard-Test, usw.
        \Passwort-Ersatz-Abfragen wen BioS-PW vergessen: ABER nur die Fragen (in 100sprachen) Nicht die ANworten. Die ist im TPM gespeichert...
        Keylogger: Nein,danke, Ich habe noch Gen2. Betroffen ist nur Gen3 des Laptops ;-), Glück gehabt. :)

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